31.03.2026

Unvergessliche Tage in Wien

Besuch der Aktivitas der GV Angelomontana in Wien

Die Reise nach Wien mit der GV Angelomontana war für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis und sicher eines der Highlights des Jahres. Fünf Tage durften wir sechs Aktivitas gemeinsam in dieser beeindruckenden Stadt verbringen. Schon im Voraus war die Vorfreude gross, denn neben dem Erkunden von Wien erwartete uns auch ein ganz besonderer Anlass. Für einige von uns war es zwar nicht das erste Mal in Wien, trotzdem versprach diese Reise etwas ganz Besonderes zu werden. Schon auf der gemeinsamen Anreise wurde viel gelacht und darüber gesprochen, was uns wohl alles erwarten würde.

In Wien angekommen, bezogen wir zu sechst unser Airbnb, das für die nächsten Tage unser Zuhause sein sollte. Es war schön, alles gemeinsam zu erleben. Wir gingen zusammen einkaufen, kochten miteinander und liessen am Abend den Tag bei langen Gesprächen nochmals Revue passieren. Dieses Zusammenleben hat uns als Gruppe noch enger zusammengeschweisst. Natürlich wollten wir Wien auch erkunden. Gleich am ersten Tag machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Wien hat eine besondere Atmosphäre. Einerseits spürt man überall die Geschichte, andererseits wirkt die Stadt lebendig und modern. Wir spazierten durch die Gassen, betrachteten die Wiener Staatsoper von aussen und standen beeindruckt vor der Hofburg. Die prachtvollen Gebäude und grossen Plätze zeigen deutlich, wie traditionsreich und bedeutend diese Stadt ist.

Ein weiteres Highlight war das Eislaufen vor dem Wiener Rathaus. Am Abend gingen wir dorthin und waren sofort beeindruckt von der Kulisse. Das beleuchtete Rathaus im Hintergrund und die grosse Eisfläche davor sorgten für eine besondere Stimmung. Nicht alle von uns konnten gleich gut Schlittschuh laufen, was zu einigen sehr lustigen Momenten führte. Wir halfen uns gegenseitig auf, hielten uns fest und lachten viel. Es war ein sehr schöner Abend, an dem wir einfach Spass hatten und die gemeinsame Zeit genossen.

Auch ein Besuch im Prater durfte nicht fehlen. Dort fuhren wir mit dem berühmten Wiener Riesenrad. Während sich die Kabine langsam nach oben bewegte, genossen wir die Aussicht über die Dächer der Stadt. Danach gingen wir noch in den Park und fuhren einige Bahnen. Den einen ging es nach den Fahrten besser als den anderen.

Der Höhepunkt unserer Reise war jedoch die Redoute der Studentenverbindung Rudolfina in der Wiener Hofburg. Schon beim Betreten der prachtvollen Säle waren wir beeindruckt. Die kunstvoll verzierten Decken, die grossen Räume und die Kronleuchter schufen eine einzigartige Atmosphäre. Ein besonders schöner Moment war die feierliche Eröffnung des Balls. Wir fünf Frauen durften gemeinsam einziehen und standen dabei ganz vorne im Saal. Von dort aus konnten wir die Debütantinnen und Debütanten beim Eröffnungstanz aus nächster Nähe beobachten. Es war beeindruckend zu sehen, wie elegant sie über das Parkett schwebten. Der Ball war ausserdem ein Maskenball, was die Atmosphäre noch spezieller machte. Um Mitternacht durften wir uns demaskieren. Vorher war Damenwahl, was am Anfang ungewohnt, aber auch sehr lustig war. Nach Mitternacht wechselte es zur Herrenwahl. Wir Frauen hatten zudem eine Tanzkarte, auf der sich die Herren für bestimmte Tänze eintragen konnten. Diese Tradition machte den Abend besonders spannend. Besonders beeindruckend war auch, dass unter den Gästen der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker sowie Staatssekretär Alexander Pröll anwesend waren. Wir tanzten Walzer und später auch Quadrille. In den historischen Sälen zu tanzen, umgeben von so vielen elegant gekleideten Menschen, war ein unvergessliches Erlebnis. Wer genug vom klassischen Tanzen hatte, konnte in den unteren Bereich wechseln, wo eine Disco mit Liveband für eine lockerere Stimmung sorgte.

Die Zeit verging unglaublich schnell. Der Ball dauerte bis fünf Uhr morgens und als wir die Hofburg verliessen, wurde es draussen bereits wieder hell. Wir waren müde, aber sehr glücklich. Diese Reise nach Wien und besonders der Ball werden uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Nadia Salomé Seligman-Schürch
Seniorin der Angelomontana, 3. OG

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